Graphen ist eine extrem dünne Form von Kohlenstoff – genau genommen eine einzige Atomlage von Kohlenstoffatomen in einer wabenförmigen Struktur, ähnlich verwandt mit Graphit aus Bleistiften. Graphit (die „Mine“ im Bleistift) besteht aus vielen übereinanderliegenden Graphenschichten. Graphen ist praktisch eine einzelne, isolierte Schicht davon. Graphenoxid wiederum entsteht, wenn an die Kohlenstoffstruktur Sauerstoffgruppen gebunden werden. Vereinfacht gesagt:

Graphen = reiner Kohlenstoff
Graphenoxid = Graphen + Sauerstoffgruppen

Dadurch ändern sich Eigenschaften wie: elektrische Leitfähigkeit, Löslichkeit, chemische Reaktivität und Verhalten in biologischen Systemen. Im Labor wurde beobachtet, dass bestimmte Graphen- und Graphenoxid-Partikel unter dem Mikroskop sehr scharfe Kanten besitzen können. Graphen wird inzwischen in vielerlei Produkte eingesetzt, wie: Wasserfilter und Wasseraufbereitung, Batterien und Energiespeicher, Elektronik und Sensoren, Verbundwerkstoffe, Beschichtungen, medizinische Forschung, Biosensoren, Wundauflagen, Textilien, Sportgeräte, Autoteile sowie Flugzeugmaterialien, teilweise gar in Damenhygieneprodukten, Masken sowie Verbandsmaterialien oder zumindest dafür patentiert.

Graphen ist extrem leicht, extrem stabil, elektrisch leitfähig, wärmeleitfähig sowie chemisch vielseitig. Seit seiner Entdeckung wurden weltweit Tausende Patente angemeldet. Eine Frage die wir uns stellen sollten: Wie viel wissen wir wirklich über die langfristigen Auswirkungen neuer Materialien, bevor sie in immer mehr Produkten unseres Alltags auftauchen? Graphen findet Schritt für Schritt seinen Weg in Technik, Industrie, Medizin und Konsumgüter.

Der menschliche Körper ist in gewissem Sinne ein kohlenstoffbasiertes System. Kohlenstoff steckt in: DNA, Proteinen, Fetten, Zellmembranen, Hormonen sowie praktisch allen biologischen Strukturen. Tatsächlich wird bereits geforscht an: Biosensoren, Medikamententrägern, Implantaten, Wundauflagen, Nervenschnittstellen sowie Gewebeengineering. Die Frage ist dabei nicht, ob Graphen prinzipiell in den Körper eingebracht werden kann, denn die Forschung beschäftigt sich genau damit. Eine Frage wo man sich dabei stellen sollte: Wenn Wissenschaft und Industrie eines Tages Materialien entwickeln, die sich dauerhaft mit biologischen Systemen verbinden lassen – wo ziehen wir die Grenze? 

Zusatzfrage: Wie viel Technologie wollen wir eines Tages in uns haben – und ab welchem Punkt verändert sie nicht nur unsere Fähigkeiten, sondern auch unser Verständnis davon, was ein Mensch ist?

Parallel zu den technischen Entwicklungen entstehen zahlreiche Fragen und Spekulationen. Im Internet kursieren Berichte über angebliche Bluetooth-Signale, MAC-Adressen oder andere ungewöhnliche Beobachtungen im Zusammenhang mit COVID-Impfungen.